36 Jahre lang im Einsatz für den AsKI: Zum Abschied von Ulrike Horstenkamp

Dr. Ulrike Horstenkamp bei ihrer Verabschiedung am 8.11.2023, Bild: Horstenkamp

1991 fand eine gemeinsame Ausstellung aller AsKI-Institute – damals waren es 18 – im Rheinischen Landesmuseum in Bonn statt. „Von der Idee zum Werk" spürte künstlerischen Arbeitsprozessen aus verschiedenen Sparten nach und zeigte so die Vielfalt der im AsKI vereinten kulturhistorischen Fach- und Forschungsgebiete auf. Ein aufwendiges Unterfangen, bei dem ich Ulrike Horstenkamp und ihre Arbeitsweise kennenlernte. Es galt, in kürzester Zeit Ausstellungstexte für die sehr heterogenen Themen zu schreiben. Wir beide übernahmen, obwohl bis dahin nicht am Projekt beteiligt, diese Aufgabe. Wir losten aus, wer zu welchen Ausstellungsbereichen Texte schreiben sollte, setzten uns an die Arbeit und beendeten jeden Schreibtag mit einer Besprechung bei einem Glas Bier auf dem Bonner Marktplatz. Eine schöne gemeinsame Arbeitserfahrung als Auftakt zu einer 24 Jahre dauernden Zusammenarbeit. Unerschrocken, zupackend, engagiert, mit Freude und Tatendrang machte sich Ulrike Horstenkamp immer an die Arbeit, sie war lösungsorientiert und begeisterungsfähig, behielt stets ihre gute Laune, war kreativ, ideenreich und kollegial. Die promovierte Germanistin konnte sich dabei auf ihr umfangreiches Fachwissen stützen und auf ihr Organisationstalent, ihr Verhandlungsgeschick und ihre Kommunikationsfähigkeit verlassen. 1987 begann sie ihre Tätigkeit beim AsKI, der damals 14 Mitgliedsinstitute hatte, als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Von 2006 bis 2017 war sie gemeinsam mit Gabriele Weidle Geschäftsführerin, ab 2017 alleinige Geschäftsführerin. Als sie 2023 krankheitsbedingt vorzeitig in den Ruhestand gehen musste, hatte der ASKI 39 Mitgliedsinstitute. Ulrike Horstenkamp hat unvorstellbare 36 lange Jahre die Arbeit des AsKI miterlebt, gestaltet und vorangetrieben. Sie hat das ständige Wachsen des AsKI beglei-
tet und dabei Höhen wie Tiefen erlebt. Von einer anfänglichen Notgemeinschaft entwickelte sich der AsKI zu einer Einrichtung mit eigenen Projekten: Maecenas-Ehrung, Gemeinschaftsausstellungen, Fachtagungen und Publikationen, ein Gedenkort von Dani Karavan für Walter Benjamin in Portbou, die Eröffnung der Casa di Goethe in Rom. Der AsKI verdankt dem unermüdlichen Einsatz von Ulrike Horstenkamp viel und freut sich, dass sie ihm erhalten bleiben und weiterhin ehrenamtlich die Maecenas-Kontakte betreuen wird. Alles Gute für die Zukunft, liebe Ulrike: auguri!

Ursula Bongaerts war von 1987 bis 1996
wissenschaftliche Mitarbeiterin des AsKI und
leitete von 1997 bis 2013 die Casa di Goethe in Rom.

AsKI kultur leben 1/2024 

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